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Nachrichten

Verlustverrechnung zwingend bis zum 15. Dezember!

Alle Jahre wieder an dieser Stelle der identische Rat: Insbesondere Steuerpflichtige, die Depots bei mehreren Banken haben, sollten prüfen, ob nicht eine Verlustverrechnung zwischen den verschiedenen Kreditinstituten in Betracht kommt. Wenn dem so ist, bedarf es zwingend einer fristgerecht beantragten Verlustbescheinigung.

Zum Hintergrund: Veräußerungsgewinne aus Wertpapieren unterliegen der Abgeltungssteuer. Verluste aus Wertpapiergeschäften werden automatisch von der Bank mit entsprechenden Gewinnen verrechnet, sodass die Abgeltungssteuer nicht anfällt.

Wenn nun jedoch bei Bank A ein Depot mit Verlusten vorhanden ist und bei Bank B ein Depot mit Gewinnen vorgewiesen werden kann, kommt es zu einem unangenehmen Nebeneffekt: Die Gewinn-Bank wird nämlich Abgeltungssteuer einbehalten, während (aufgrund der verschiedenen Kreditinstitute) die Verlust-Bank keine steuermindernde Verrechnung vornehmen kann. In solchen Fällen empfiehlt es sich daher, einen Antrag auf Bescheinigung der Verluste an die Bank zustellen. Mit der besagten Bescheinigung der Verluste können diese schließlich in der privaten Einkommensteuererklärung mit den Gewinnen aus Veräußerungsgeschäften bei einer anderen Bank verrechnet werden.

Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass die Frist eingehalten wird. Wird ein entsprechender Antrag nämlich nicht bis zum 15. Dezember an die Bank gerichtet, scheidet eine entsprechende Verlustverrechnung für dieses Jahr aus.

Hinweis:    Tatsächlich sind die Verluste jedoch nicht verloren, sondern werden von der Bank ins neue Jahr vorgetragen. Entweder findet dann im kommenden Jahr eine Verrechnung mit dann erzielten Gewinnen statt, oder man sollte dann im Folgejahr bis zum 15. Dezember einen entsprechenden Antrag auf Verlustbescheinigung stellen.

 

 



 


Folgende Unterlagen können im Jahr 2015 vernichtet werden

Nachstehend aufgeführte Buchführungsunterlagen können nach dem 31. Dezember 2014 vernichtet werden:

  • Aufzeichnungen aus 2002 und früher.
  • Inventare, die bis zum 31.12.2004 aufgestellt worden sind.
  • Bücher, in denen die letzte Eintragung im Jahre 2004 oder früher erfolgt ist.
  • Jahresabschlüsse, Eröffnungsbilanzen und Lageberichte, die 2002 oder früher aufgestellt worden sind.
  • Buchungsbelege aus dem Jahre 2004 oder früher.
  • Empfangene Handels- oder Geschäftsbriefe und Kopien der abgesandten Handels- oder Geschäftsbriefe, die 2008 oder früher empfangen bzw. abgesandt wurden.
  • sonstige für die Besteuerung bedeutsame Unterlagen aus dem Jahre 2008 oder früher.

Dabei sind die Fristen für die Steuerfestsetzungen zu beachten.

Unterlagen dürfen nicht vernichtet werden, wenn sie von Bedeutung sind

  • für eine begonnene Außenprüfung,
  • für anhängige steuerstraf- oder bußgeldrechtliche Ermittlungen,
  • für ein schwebendes oder auf Grund einer Außenprüfung zu erwartendes Rechtsbehelfsverfahren oder zur Begründung der Anträge an das Finanzamt und
  • bei vorläufigen Steuerfestsetzungen.

Es ist darauf zu achten, dass auch die elektronisch erstellten Daten für 10 Jahre vorgehalten werden müssen.

Natürliche Personen, deren Summe der positiven Einkünfte aus Überschusseinkünften (aus nichtselbständiger Arbeit, Kapitalvermögen, Vermietung und Verpachtung und sonstige Einkünfte) mehr als 500.000 € im Kalenderjahr 2013 betragen hat, müssen ab 2014 die im Zusammenhang stehenden Aufzeichnungen und Unterlagen sechs Jahre aufbewahren. Bei Zusammenveranlagung sind die Feststellungen für jeden Ehegatten gesondert maßgebend.

Die Verpflichtung entfällt erst mit Ablauf des fünften aufeinanderfolgenden Kalenderjahrs, in dem die Voraussetzungen nicht erfüllt sind.

 


 

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